Niederländisches Museum für Kommunikation: »Privacy«

Wie viel ist Ihnen Ihre Privatsphäre wert? Lassen Sie einen Fremden in Ihre Handtasche schauen? Wie lautet Ihr Pincode? Geben Sie freiwillig persönliche Daten an, um Werbegeschenke zu erhalten?

Diesen Fragen geht das Niederländische Museum für Kommunikation in einer Ausstellung unter dem Titel »Privacy« nach. Gemeinsam mit der Agentur KesselsKramer erforschte das Museum den Umgang von Menschen mit ihrer Privatsphäre, on- und offline. Eine offizielle Studie brachte erstaunliche Resultate, die nun im Museum und auf der Museums-Website präsentiert werden. Interviews mit PassantInnen auf der Straße zeigten zudem, dass die Leute meist offener sind, als für sie selbst gut ist.

Die Grafikdesignerin Noma Bar verwendete manche der Studienergebnisse für die Illustration der Poster zur Ausstellung: 25% der Befragten haben nichts dagegen, wenn fremde ihre Taschen kontrollieren. Bis zu 50% haben allerdings auch das Gefühl, dass sie via Internet zu viel Privates preisgeben (müssen).

Die Ausstellung läuft bis September 2012. Und: Gegen die Preisgabe einiger persönlicher Daten am Eingang gibt es sogar reduzierten Eintritt!

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