Ergebnisse Plakatwettbewerb »Mut zur Wut 2012«

»Es ist nicht nur ein weit verbreitetes Gefühl, sondern eine Tatsache, dass sehr viel falsch läuft in unserer Welt. Grund genug, den globalen Problemen mit unseren Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu verschaffen.« So fasste der Grafikdesigner und Plakatkünstler Klaus Staeck den Kern des Projektes aufs Trefflichste zusammen.

Der Plakatwettbewerb bietet jungen wie etablierten DesignerInnen aus aller Welt die Möglichkeit, ein Plakat mit einem Motiv ihrer Wahl zu gestalten und ihre Wut auf Missstände in unserer Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Die ausgewählten Motive kommen in der Folge als Plakat auf die Straße und in den öffentlichen Raum, wo sie zur Betrachtung einladen und so das Bewusstsein für globale und gesellschaftliche Probleme schärfen.

Aus einer unglaublichen Anzahl von 1.475 Entwürfen, die von 935 TeilnehmerInnen aus 56 Ländern eingereicht wurden, wählte die internationale Jury die 30 Gewinnermotive aus. Sie kommen aus Brasilien, China, Deutschland, Finnland, dem Iran, Japan, Kanada, Macao, Mexiko, Österreich und der Schweiz. Aus unserem Land legte Klaus Pinter einen überzeugenden Entwurf vor.

Initiiert wurde der Wettbewerb 2010 von dem engagierten Grafikdesigner Götz Gramlich und dem Werbefachmann Marcello Lucas aus Heidelberg. Die ersten Motive stießen bei Presse und Betrachtern aufgrund ihres hohen künstlerischen Niveaus und ihrer überzeugenden Botschaften auf ein überwältigendes Echo. Schon im Folgejahr beteiligten sich GestalterInnen aus 32 Ländern; und bei der jetzigen – dritten – Auflage hat sich die Anzahl der Beiträge gegenüber dem Vorjahr bereits verdoppelt. Die Einsendungen belegen anschaulich, dass aktuelle Probleme nicht vor Grenzen Halt machen. Die Angst vor Armut, Krieg, der nuklearen Katastrophe oder die Hoffnung auf Frieden und Freiheit werden von Einsendern aus verschiedensten Ländern thematisiert und eindrucksvoll visualisiert.

Weitere Informationen und Abbildungen aller eingereichten Motive: http://mutzurwut.de

bw/ip_mutzurwut