Schönste Bücher Österreichs 2012

Die »Schönsten Bücher Österreichs« wurden im gleichnamigen Wettbewerb für 2012 prämiert: Viele spannende Werke sind darunter.

In mehreren Kategorien (von Literatur über Kunstbände und Fotobücher bis hin zu Sonderproduktionen, die nicht in den Handel gelangen) wurden Auszeichnungen sowie lobende Erwähnungen von der Jury vergeben. Nicht nur in der Jury waren Mitglieder von designaustria vertreten (Susanne Dechant, Markus Hanzer), auch unter den Preistragenden finden sich einige. So konnten z. B. Paulus M. Dreibholz mit dem Architekturbuch »Unbuildable Tatlin?!« oder Reinhard Gassner & Marcella Merholz (Gassner Redolfi KG) mit dem kulinarischen Sachbuch »Bergtee« punkten. Ein weiteres Architektur-Sachbuch, »Hands have no tears to flow«, stammt aus der Hand des »Grafischen Büros« (Günter Eder, Roman Breier, Marcel Neundörfer) und auch Nik Thoenen und Walter Pamminger haben einen Kunstband (»Phallus Collage«) gestaltet. Unter den Sonderproduktionen konnten die Typejockeys zusammen mit dem Künstler Andy Hope 1930 mit einem Buch des deutschen Musikers Schorch Kamerun in Kleinauflage reüssieren.

Die Wiener Grafikerin und Typografin Martha Stutteregger war gleich mit zwei von ihr gestalteten Büchern erfolgreich; international bekannt auch das Büro von Ruedi Baur, dessen Fotoband »Blanc de Titre / Blank of Title« prämiert wurde. Weiters hat »Mögen die schönen Dinge nicht in Vergessenheit geraten«, eine Sammlung, die mit Sprache und Typografie spielt, einen Preis erzielt. Worte aus fast vergangenen Tagen werden hier mit alten und neuen Schriften zusammen vorgestellt, Holzlettern kommen zum Einsatz und ein »Lebensrad« gibt Anstoß für einen besonderen Buchumschlag (Gestaltung: Irene Rick, siehe Abb. rechts). Mit »Das Eil-Syndrom. Eine Studie über die Verknappung der Zeit« wurde auch der Nachwuchs ausgezeichnet: Daniela Weiss hat in ihrer Diplomarbeit an der »Graphischen« in Wien die unterschiedlichen Formen von Zeiterfahrung lebendig und erlebbar gemacht.

Einzig in der Kategorie Jugend- und Kinderbuch gab es heuer »nur« lobende Erwähnungen, Jurybegründung: »Zu einer Auszeichnung eines Kinderbuchs konnte sich die Jury dieses Jahr leider nicht entschließen, da sich die gut gemachten Bücher kaum von jenen in letzten Jahren eingereichten und ausgezeichneten unterscheiden.« Bleibt zu hoffen, dass das als Lob für die österreichische Kinderbuchszene zu verstehen ist.

Mehr dazu auf der Website des Hauptverbandes österreichischer Buchhandel, der diesen Wettbewerb gemeinsam mit dem bm:ukk durchführt. Die drei Staatspreise werden ebendort online am 23. April 2013 bekannt gegeben.

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alle Fotos: © bm:ukk/Michael Goldgruber