Neue Studie: Berufsbild Grafik- und Kommunikationsdesign

In den letzten zehn Jahren haben sich die Anforderungen und Bedürfnisse im Bereich der visuellen Kommunikation aufgrund technologischer Innovationen stark verändert. Welche Fähigkeiten werden von Grafik- und KommunikationsdesignerInnen heute erwartet und welche Kompetenzen werden von der Wirtschaft in Zukunft gebraucht?

designaustria hat 2014 in Kooperation mit dem CCA und der »Graphischen« österreichische Designagenturen befragt, welche Erwartungen sie als potenzielle Arbeitgeber an zukünftige MitarbeiterInnen beziehungsweise GeschäftspartnerInnen richten.   Die Erwartungshaltung von Designagenturen beeinflusst natürlich die Chancen von BerufseinsteigerInnen am Arbeitsmarkt und betrifft damit vor allem auch jene Institutionen, die für die Ausbildung der zukünftigen Grafik- und KommunikationsdesignerInnen verantwortlich sind. Die Umfrage »Berufsbild Grafik- und Kommunikationsdesign«  lässt somit wichtige Rückschlüsse für die Ausbildungsstätten und die Bildungspolitik zu, die mit der Planung der beruflichen Ausbildung befasst sind.

Als Resümee der Umfrageergebnisse lassen sich drei grundsätzliche Schlüsse ziehen:

  • Erstens erwarten sich ArbeitgeberInnen in erster Linie einen sozial sensiblen, innovativen und kreativen konzeptionellen Input von ihren MitarbeiterInnen, um frische und zeitgemäße Impulse zu erhalten – vor allem auch im Bereich der elektronischen Medien, wo viele Agenturen selbst noch Nachholbedarf haben.
  • Zweitens wird von BerufsanfängerInnen erwartet, dass sie primär auch die klassischen und traditionellen Fertigkeiten visueller Gestaltung beherrschen. GrafikerInnen werden also auch in Zukunft als GestalterInnen umfassender Kommunikationslösungen gebraucht und sollen in der Umsetzung mit anderen SpezialistInnen in Teams oder Netzwerken projektbezogen zusammenarbeiten.
  • Drittens sollten die AbsolventInnen konzeptionell, methodisch und theoretisch gut ausgebildet sein, da Gestaltung immer ein hohes analytisches Verständnis von Inhalten voraussetzt.

Was muss also eine Designausbildung zukünftig leisten, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden? Design wird immer mehr zur fächerübergreifenden Disziplin. Als VermittlerInnen von hoch entwickelten Technologien agieren DesignerInnen auch in Bereichen, die normalerweise nicht mit Design assoziiert werden. Dies betrifft soziale und ökologische Aspekte, gesellschaftliche Strukturen und Werte, Gewohnheiten und Bedürfnisse, Fragen der Datensicherheit sowie der Produktdifferenzierung und Benutzerfreundlichkeit.

»Den Ausbildungen kommt hier die wichtige Aufgabe zu, kritische Fragen nach der Verantwortung zu stellen, die DesignerInnen in diesem Gestaltungsprozess haben«, so Harald Begusch, Abteilungsvorstand der Graphischen, der die Umfrageergebnisse analysiert und auf den Punkt gebracht hat.

Berufsbild Grafik- und Kommunikationsdesign
Zu den Erwartungen potenzieller Arbeitgeber an die Ausbildung
Österreichweite Umfrage von designaustria und CCA unter Mitwirkung der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt
Hrsg.: designaustria & Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt
Softcover, 22 Seiten ISBN: 978-3-900364-41-001
15 € zzgl. USt. und Versandspesen
Erhältlich bei designaustria unter service@designaustria.at

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