Josef (Peppi) Hanser (1929–2010)

Der Bludenzer Josef Hanser trat 1943 in die Innsbrucker Kunstgewerbeschule ein, die er erst nach dem Zweiten Weltkrieg abschließen konnte. Er arbeitete zunächst in einem Grafikatelier und in einem Werbeunternehmen und machte sich 1953 als »Grafikdesigner und Künstler« (Hanser) selbstständig.

Er gestaltete zahlreiche Plakate, vornehmlich im Kultur- und Tourismusbereich. Sein Hauptauftraggeber in dieser Hochzeit der Industrie, der Modernisierung und des Wiederaufbaus wurde Röfix, ein Familienunternehmen in Röthis, ein Baustoffhersteller. Neben dem Corporate Design der Firma und zahllosen Verpackungen gestaltete Hanser zwei Festschriften des Unternehmens sowie das Firmenmuseum in Röthis. Neben seiner Arbeit als Gebrauchsgrafiker war Peppi Hanser leidenschaftlicher Künstler. Er interessierte sich für künstlerische Strömungen aus aller Welt und förderte Künstlerinnen und Künstler in seinem Umfeld. In den letzten Jahren machte ihm seine schwindende Sehkraft zu schaffen. Seinen kurz vor seinem Tod verfassten handschriftlichen Lebenslauf, in dem er seine Mitgliedschaft bei der Berufsvereinigung Bildender Künstler Vorarlbergs und bei designaustria (»GDA-Wien/Austria«) unter den wenigen ihm erwähnenswert scheinenden Eckpunkten seiner Laufbahn vermerkt, schließt er mit den knappen Worten: »Nun krank und müde«. Peppi Hanser starb am 31. Jänner 2010 in Bludenz (Quelle: Willibald Feinig, Georg Vith)