Wolfgang Schafferhans (1947–2011)

Als Jugendlicher blieb Wolfgang Schafferhans der Handelsschule, die er auf Wunsch seiner Eltern besuchte, fern und meldete sich heimlich an der »Graphischen« an, wo Wilhelm Jaruska unter seinen Lehrern war.

Nach seinem Abschluss kam er in einem grafischen Atelier in der Südstadt unter, wo er u. a. für Steyr-Daimler-Puch arbeitete. Nebenher baute er seinen eigenen Kundenstock auf und machte sich bald selbstständig. Zu seinen Auftraggebern zählten die Fluglinien Quantas und Air France, Philips, die Schoeller Bank und der Pharmakonzern Merck. Wie viele seiner Zeit war Wolfgang Schafferhans sehr vielseitig, auch wenn sich sein Schwerpunkt in späteren Jahren primär zur Werbegrafik verlagerte. Er fasste vor allem in der Pharmaindustrie Fuß, wo er einen dringenden Bedarf an gutem Grafikdesign sah, und sein Kundenkreis erweiterte sich entsprechend. Sein Zugang zur Grafik war frei und künstlerisch und von einem besonderen Feingefühl geprägt. Er verließ sich weniger auf Regeln als auf seinen geübten Blick. Bis zu seinem plötzlichen Tod leitete er das Atelier Schafferhans Graphic Design, das von einem seiner Söhne weitergeführt wird.
(Quelle: Finn Schafferhans)