PDF-Download: Rat der Europäischen Union zur Bedeutung der Kreativwirtschaft

Der Rat der Europäischen Union betont die Crossover-Effekte der Kreativwirtschaft zur Förderung von Innovation, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion Mitgliedstaaten und Europäische Kommission sind aufgefordert, diese Crossover Effekte strategisch zu fördern.

In seinen Schlussfolgerungen zu kulturellen und kreativen Crossover-Effekten zur Förderung von Innovation, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion vom 27. Mai 2015 betont der Rat der Europäischen Union die wichtige Rolle des Kultur- und Kreativbereichs nicht nur für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand, sondern auch in Hinblick auf das Potential, das u.a. von der Kreativwirtschaft ausgeht, um Innovationen in anderen Wirtschaftssektoren, in der Gesellschaft als Ganzem und zum Wohle des Einzelnen anzuregen.

Unter Crossover-Effekten werden die Auswirkungen einer gezielte Verbindung des kreativen Sektors mit anderen Bereichen verstanden. Bei Unternehmen und im öffentlichen Sektor kann sich die gezielte Verbindung von Kreativen mit anderen Sektoren (crossover) in einer höheren Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit niederschlagen und zu mehr Effizienz beitragen oder die Sanierung von Industriegebieten und urbanen Räumen wird vorangetrieben, genauso können diese Crossover Effekte zu einer Belebung des Tourismus in Regionen beitragen.

Der Rat stellt aber fest, dass es innerhalb der Europäischen Union nach wie vor an Bewusstsein für das Potential von kulturellen- und kreativen Crossover-Effekten mangelt und eine strategische Berücksichtigung des kreativen Sektors als Querschnittsmaterie über Sektoren, Politikbereiche und föderale Ebenen hinweg notwendig sei.

Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, Awarenessmaßnahmen zu setzen, Expertennetzwerke und Peer-Learning zu ermöglichen, entsprechende Daten zu erheben, kreative Ökosysteme sowie die Nutzung von nichttechnologischen Innovationen zu fördern und den Zugang zu neuen Märkten zu verbessern. Die Europäische Kommission wird ausdrücklich ersucht, ein strategisches Konzept zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft und ihrer Rolle im Innovationsprozess in allen Wirtschaftssektoren zu erarbeiten und in Hinblick auf bestehende EU-Förderprogramme, diese besser auf die Kultur- und Kreativwirtschaft abzustimmen und verfügbare Finanzmittel für die Förderung von Crossover-Programmen zu nutzen.

Die Umsetzung dieser Schlussfolgerungen in den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission soll 2018 überprüft werden.

PDF Schlussfolgerungen des Rates zu kulturellen und kreativen Crossover-Effekten zur Förderung von Innovation, wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion

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(c) Olivier Hoslet/EPA