Joseph Binder Award 2020 – »What A Year!«

Aus einer Rekordzahl von 1029 Einreichungen aus 46 Ländern vergab die internationale ExpertInnenjury 6 Mal Gold, 18 Mal Silber und 7 Mal Bronze. 24 Arbeiten erhielten eine Auszeichnung und darüber hinaus kam in der auftragsunabhängigen Kategorie »Design Fiction« ein Preisgeld von 10.000 Euro zur Vergabe, welches sich auf 5 Beiträge aufteilt. Und erstmals wurde der Henry Steiner Prize für ein besonders vielversprechendes Nachwuchsprojekt verliehen.

Unter dem Motto »What A Year!« sind die ausgezeichneten Projekte bis 10. Jänner 2021 im designforum Wien, MuseumsQuartier Wien, ausgestellt und werden in einem umfassenden Katalog präsentiert. Die Bestenauswahl herausragender Werke von GrafikerInnen und IllustratorInnen aus der heimischen und internationalen Designszene wurden am 12. November 2020 im Award Film über den YouTube-Kanal von designaustria verkündet. Der Film steht auch weiterhin als Stream zur Verfügung.

Alle zwei Jahre vergibt designaustria die begehrten Joseph Binder Trophäen und Auszeichnungen in 13 Kategorien. Dem diesjährigen Aufruf zur Einreichung folgten 534 TeilnehmerInnen aus 46 Ländern mit insgesamt 1029 Einreichungen – das ist sowohl zahlenmäßig als auch hinsichtlich der Internationalität ein neuer Rekord. Rekordzahl an internationaler Beteiligung Allen Umständen, die die Covid-19-Pandemie mit sich brachte, zum Trotz zeichnet sich der Joseph Binder Award 2020 durch die bislang höchste Zahl an Einreichungen heimischer und internationaler Kreativschaffenden aus. Die Jury sichtete Arbeit aus u.a. Belgien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indonesien, dem Iran, Israel, Italien, Jordanien, Kanada, Kroatien, Luxemburg,  den Niederlanden, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, der Schweiz, Slowenien, Spanien, Taiwan, Tschechien, der Türkei, Ungarn und den USA.

Gold  wurde verliehen an Zeughaus Design (Österreich) für »Altes Hallenbad« (Kategorie Corporate Design), an TOFU Studio (Polen) für »The Legends« (Kategorie Kommunikationsdesign), an designgruppe koop (Deutschland) für »Essen in Franken« (Kategorie Informationsdesign), an Yulu Zhou (China) für »Insect Science Popularization 2019« (Kategorie Plakatgestaltung), an gggrafik (Deutschland) für »Staatstheater Darmstadt, Spielzeit 2019/20« (Kategorie Plakatgestaltung) und an Huangart/LWZ (Österreich) für »MAK LAB APP« (Kategorie Screensdesign).  

Insgesamt 28 Siegerprojekte aus Österreich
Zwei Gold-Trophäen, sechs Silber-Awards, viermal Bronze, einmal Sonderpreis in »Design Fiction« und 15 Auszeichnungen gingen nach Österreich. Gold  verliehen wurde an Zeughaus Design für »Altes Hallenbad« (Kategorie Corporate Design) und an Huangart/LWZ für »MAK LAB APP« (Kategorie Screensdesign). Silber -Trophäen erhielten Kaleido GmbH & Co KG für »Junge mit Ideen« (Kategorie Corporate Design), FaceType / Schriftlabor für »ST Matilda« (Kategorie Schriftgestaltung), Sarah Luger für »Das Zweitkleinste – Vorarlberg in Zahlen« (Kategorie Buchgestaltung), Anna Frey für »Bücher binden. Grundlagen und Techniken Schritt für Schritt« (Kategorie Editionsdesign), Heimat Wien für »REBEN.REDEN« (Kategorie Verpackungsgestaltung), Peter Diamond Illustration für »Ayahuasca« (Kategorie Medienillustration). Bronze  ging an Sägenvier DesignKommunikation für das »Kinderhaus Kennelbach« (Kategorie Informationsdesign), Andreas Palfinger für »A Populist’s Guide to: Shaping Democracy« (Kategorie Editionsdesign), dform GbR für » www.subtext.xyz « (Kategorie Screen Design), HFA Studio für »Isocell« (Kategorie Illustration in anderen Anwendungen). Christin Künig erhielt für »Ban Sondhoufa – Ein Atlas als Erinnerungsobjekt an ein Haus zur Wahrung der Kontinuität von Architektur« den Sonderpreis in der Kategorie Design Fiction.

Erstmals vergeben: Henry Steiner Prize
Zum ersten Mal wurde der dem designaustria-Ehrenmitglied Henry Steiner gewidmete Henry Steiner Prize für das besonders vielversprechende Nachwuchsprojekt »Migrant Journal« von Offshore Studio aus der Schweiz verliehen.

Alle Gewinnerarbeiten sind bis 10.01. 2021 im designforum Wien ausgestellt: »What A Year!« Ausstellung zum Joseph Binder Award 2020 designforum Wien im MuseumsQuartier Museumsplatz 1, Hof 7, 1070 Wien
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 16 Uhr, Sa, So und Feiertage 13 – 18 Uhr
Eintritt: 2 Euro / ermäßigt 1 Euro
www.designforum.at/w/

Zum Wettbewerb ist ein umfassender  Katalog erschienen, in dem alle nominierten Projekte dokumentiert und die Mitglieder der internationalen Jury vorgestellt werden. Der Katalog ist bei designaustria zum Preis von 27,50 Euro (inkl. 10% Ust.) erhältlich. Bestellungen per Mail an  service@designaustria.at

Bilder und Informationen
Sämtliche Projektbildrechte liegen bei den jeweiligen Studios bzw. deren FotografInnen. 
DOWNLOAD Sujets  » What A Year!«  Credit: ICARUS
DOWNLOAD Gesamte Shortlist mit allen Platzierungen (PDF)
DOWNLOAD Alle Gold-PreisträgerInnen in der Übersicht
DOWNLOAD Jurybegründungen Gold-Preisträger & Henry Steiner Prize Gewinner
DOWNLOAD Henry Steiner Prize-Gewinnerprojekt (JPG)
DOWNLOAD Siegerprojekte aus Österreich (diverse Bilddateien)
DOWNLOAD Projektcredits gesamt 
DOWNLOAD Ausstellungsansichten (Credit Jana Madzigon)
DOWNLOAD Katalogansicht (Credit Jana Madzigon)
DOWNLOAD Screenshot Online-Jurysitzung mit Susanne Breitfeld, Tina Guthauser, Aad Goudappel, Laurent Graas, Torsten Meyer-Bogya Indra Kupferschmid.

Über den Joseph Binder Award
Der Joseph Binder Award ist ein internationaler Wettbewerb mit Schwerpunkt Grafikdesign & Illustration und wurde von designaustria, dem Interessenverband und Wissenszentrum für Design in Österreich, 1996 ins Leben gerufen. Der Wettbewerb ist nach einem der großen Grafikdesigner und Illustratoren im Österreich der Zwischenkriegszeit benannt, der die visuelle Gestaltung später auch in den Vereinigten Staaten revolutioniert hat. Joseph Binders Grundsatz lautete: »Im Design hat alles eine Funktion. Design hat die Funktion der Darstellung. Design hat die Funktion der Kommunikation. Design hat die Funktion der Motivierung.«   Der Joseph Binder Award findet im Zweijahresrhythmus statt. Die Beurteilung der Einreichungen erfolgt durch eine internationale Fachjury, in der bereits renommierte DesignexpertInnen wie Cordula Alessandri, Gerd Dumbar, Fons Hickmann, Freda Sack, Stefan Sagmeister, Niklaus Troxler und Lars Müller vertreten waren. Das diesjährige grafische Erscheinungsbild des Joseph Binder Award stammt vom Innsbrucker Designbüro ICARUS.

Die 13 Kategorien
Die 13 Kategorien des Joseph Binder Award lauten: Corporate Design, Kommunikationsdesign, Informationsdesign, Schriftgestaltung, Plakatgestaltung, Editionsdesign, Verpackungsgestaltung, Screen Design, Buchillustration, Medienillustration, Werbeillustration, Illustration in anderen Anwendungen sowie die auftragsunabhängige Kategorie »Design Fiction«, für auftragsunabhängige Werke, Studienprojekte und Konzepte.

Die internationale Fachjury 2020: Susanne Breitfeld, Kommunikationsdesignerin, Mainz/Deutschland* Marko Golub, Kunstkritiker und Kurator, Zagreb/Kroatien Aad Goudappel, Illustrator, Rotterdam/Niederlande* Laurent Graas, Strategic Director, Leudelande/Luxemburg* Irena Gubanc, Grafikdesignerin und Illustratorin, Ljubljana/Slowenien Francesco E. Guida, Kommunikationsdesigner und Professor, Mailand/Italien Tina Guthauser, Creative Director, Basel/Schweiz* Štěpán Holič, Grafikdesigner, Prag/Tschechien Christina John, Kommunikationsdesignerin, München/Deutschland Indra Kupferschmid, Typografin, Saarbrücken/Deutschland* Gediminas Lašas, Grafikdesigner, Vilnius/Litauen Torsten Meyer-Bogya, Kommunikationsdesigner, Kiel/Deutschland* Lena Mitkowa, Creative Director, Warschau/Polen Vitaly Stavitsky, Grafikdesigner, Moskau/Russland Daniel Stolle, Illustrator, Kyröskoski/Finnland Martin Tiefenthaler, Typograf, Wien/Österreich

(* Diese JurorInnen gehörten auch der Online-Jurysitzung an.)

»2020: das Jahr des Wandels. In diesem Jahr ist alles neu. Nicht nur das Weltgeschehen, das uns vor neue Herausforderungen stellt. Auch Formen und Wege der Kommunikation verändern sich. Welche Spuren wird diese besondere Zeit in kommunikativen und kreativen Prozessen hinterlassen? Wir werden es sehen. Und ich freue mich darauf!«  resümierte Susanne Breitfeld nach der internationalen Online-Jurysitzung im Juli.

Das Bewertungsverfahren
Die Mitglieder der Online-Jury hatten etwa drei Wochen Zeit, die Fülle an Einreichungen zu sichten und zu bewerten. Sie schickten 137 Beiträge von 107 GestalterInnen in die nächste Runde. In einer Online-Konferenz im Juli 2020 begutachteten Susanne Breitfeld (Deutschland), Laurent Graas (Luxemburg), Tina Guthauser (Schweiz), Aad Goudappel (Niederlande), Indra Kupferschmid (Deutschland) und Torsten Meyer-Bogya (Deutschland) die verbliebenen Arbeiten. Die Fachjury attestierte der Vorauswahl ein hohes Maß an Qualität. Als vorrangige Bewertungskriterien einigte man sich auf die klare Erkennbarkeit einer Idee bzw. einer überzeugenden Konzeption, einen hohen Innovationsgrad, gesellschaftliche und/oder wirtschaftliche Relevanz sowie eine saubere handwerkliche Ausführung bzw. eine gelungene Umsetzung der Idee. Die Jury wählte 60 Arbeiten in die Shortlist und vergab 31 Trophäen (6 Mal Gold, 18 Mal Silber und 7 Mal Bronze), 24 Auszeichnungen sowie fünf Geldpreise in der Sonderkategorie »Design Fiction« in der Gesamthöhe von 10.000 Euro. In dieser Kategorie kam heuer erstmals der Henry Steiner Prize zur Vergabe.

Über designaustria
designaustria, Wissenszentrum und Interessenvertretung, ist Österreichs erste Adresse für Design. 1927 gegründet, ist designaustria Europas drittälteste Designorganisation. Insgesamt engagieren sich derzeit rund 1.300 Mitglieder aus verschiedenen Sparten für Österreich als Designnation. designaustria bündelt die Interessen seiner Mitglieder und vertritt diese auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene. Durch Ausstellungen, Vermittlung, Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit stärkt designaustria das Designbewusstsein im Land und verdeutlicht den Nutzen von Design in Gesellschaft und Wirtschaft.
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ICARUS