Vienna Design Week 2011

30. September bis 9. Oktober 2011

Auch in ihrem fünften Jahr kommt die Vienna Design Week in gewohnter Vielfalt daher. Gemeinsam mit zahlreichen Programmpartnern, zu denen auch designaustria und das designforum Wien zählen, ist es erneut gelungen, ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Festival zusammenzustellen, das sich noch internationaler gibt als beim letzten Mal und bei dem wieder fast alle Programmpunkte kostenfrei zugänglich sind.

Orangefarbene Stühle werden – in der Stadt verteilt – auf Locations und Events aufmerksam machen. Fokusbezirk ist diesmal die Leopoldstadt, Wiens 2. Gemeindebezirk. Die neue Wiener Designdestination Stilwerk im Jean Nouvel Tower, wo auch die Festivalzentrale untergebracht sein wird, ist u. a. Austragungsort des von Erwin K. Bauer und der Neigungsgruppe Design (Tulga Beyerle, Lilli Hollein) kuratierten Labors: In diesem Atelier auf Zeit wird man vier Designbüros – Adam Wehsely-Swiczinsky/aws (Österreich), Hakobo Studio (Polen), Tomek Rygalik (Polen), Thomas und Martin Poschauko (Deutschland) – live erleben können. Unter dem Titel »copyright copyleft« gehen sie der spannenden Frage des geistigen Eigentums zwischen Plagiat und Open Sources in den Bereichen Produkt- und Grafikdesign nach.

Gastland in diesem Jahr ist das aufstrebende Polen. Die polnische Designszene wird in der Ausstellung »Just a Thing« im Liechtenstein Museum, kuratiert von Agnieszka Jacobson-Cielecka, aber auch bei anderen Programmpunkten Flagge zeigen.

Wie immer arbeiten bei den Passionswegen, einem Herzstück des Festivals, DesignerInnen und Designteams – diesmal aus Deutschland, Italien, Kanada, Polen, der Slowakei, Spanien und Österreich – mit ausgewählten Wiener Unternehmen und herstellenden Betrieben unter besonderen Bedingungen zusammen. Aber auch abseits davon ist das Programm stark vom Miteinander von Kreativen und Wirtschaft geprägt. Social Design spielt dieses Jahr vor allem in der Programmreihe Carte Blanche eine wesentliche Rolle: Themen sind u. a. Jugendlichen-Obdachlosigkeit, Guerilla Gardening und der bewusste Umgang mit Pflanzen und Lebensmitteln. Das Format Debüt, ein Kooperationsprojekt mit dem James Dyson Award, bietet Studierenden und Young Professionals eine Plattform, um ihre Projekte aus Produkt- und Industriedesign zu präsentieren.

Wie immer sind Wiens Museen wichtige Programmpartner: Im Liechtenstein Museum, dem bewährten Gastgeber der Eröffnungsveranstaltung, werden die Wien Products präsentiert. Im MAK findet das von Gregor Eichinger kuratierte Wiener Kaffeehausexperiment, eine Kooperation mit departure, seinen würdigen Abschluss. Im Wagner:Werk Museum Postsparkasse ist die Schau Ursprung und Moderne zu sehen; das Wien Museum zeigt im Uhrenmuseum die Ausstellung Gestrickte Zeit – experimentelles Design. Im Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien stehen »Initime Zeugen« (Hygiene) auf dem Programm, zu dem die Designerinnen von danklhampel auch noch mit einer Installation beitragen. Zu den kooperierenden Ausbildungsstätten zählen die Technische Universität, die New Design University und die Angewandte mit interessanten Programmpunkten. Talks im Künstlerhaus, ein Experten-Speed-Dating, Gesprächsrunden zum Thema Designförderung unter dem Motto impulse insight und Wettbewerbe zu Nachhaltigkeit (Nespresso) und Schaufenstergestaltung (Rado) sind nur einige weitere Highlights. Jeden Abend gibt es dann in der Vienna Design Week Kantine im Café Drechsler an der Wienzeile die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu feiern.

Das detaillierte Festivalprogramm findet sich auf www.viennadesignweek.at.

designaustria und designforum tragen in diesem Jahr zur Vienna Design Week mit der Ausstellung zum Staatspreis Design & Sonderpreis »DesignConcepts« 2011 bei sowie mit einer Präsentation der DA-ExpertsClusters in den ehemaligen Räumlichkeiten der Wiener Werkstätte: Meet, Greet & Eat. Mehr dazu auch auf www.designforum.at.