Das Unbehagen in Gestaltung… Fortsetzung

Die Vortragsreihe »Das Unbehagen in Gestaltung« untersucht den Mythos Gestaltung in Kunst, Kultur und Theorie.

Die einzelnen Vorträge gehen der Frage nach, wie es um hegemoniale Praktiken und alternative Strategien in unterschiedlichen Kontexten von Gestaltung steht. Das an der Akademie der bildenden Künste Wien angesiedelte Institut für das künstlerische Lehramt (mit seinen Fachbereichen Kunst und Kommunikation, Kontextuelle Gestaltung, Moden und Styles und Kunst- und Kulturpädagogik) stellt sich die Frage nach dem Begriff der Gestaltung auf besondere Weise.

Die in Kooperation mit designaustria durchgeführte Vortragsreihe hat mit Prem Krishnamurthy, Designer, Kurator und Gründer von Project Projects begonnen und wird nun mit Jutta Hartmann, Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Ramia Mazé, Senior Researcher und Projektleiterin am Interactive Institute Göteburg, Danh Vo, Künstler, Berlin/New York, und Ines Kaag und Désirée Heiss, Gründerinnen des Designkollektivs Bless, Berlin-Paris, fortgesetzt.


Jutta Hartmann, Mi, 19. Oktober 2011, 18 Uhr
Institut für das künstlerische Lehramt
Karl Schweighofergasse 3, 1070 Wien, 3. Stock, Raum 3.06

Bildung als Gestaltungsaufgabe – Herausforderungen einer normativitätskritischen Pädagogik
Der Vortrag greift »Gestaltung« aus differenzsensibler bildungswissenschaftlicher Perspektive auf. Gestaltung wird dabei ebenso als Aufgabe für pädagogisch Tätige entfaltet wie als Zielperspektive eines Bildungsprozesses, der unter Berücksichtigung von Machtverhältnissen auf die Handlungsfähigkeit der AdressatInnen setzt, Leben in guter Weise zu gestalten. Am Beispiel der Differenzkategorien Geschlecht und Sexualität wird Jutta Hartmann konkrete Überlegungen zum pädagogischen Umgang mit normativer Macht vorstellen. Hierfür skizziert sie ein Verständnis von Bildung, das den Bezug auf Sozial- und Subjektkritik und ein Unbehagen gegenüber verabsolutierenden Zugriffen als kritisch-dekonstruktives Potential begreift. Pädagogische Ansprüche mit queeren Einsprüchen konfrontierend wird die Referentin der Frage nachgehen, wie über die Dekonstruktion von Geschlecht und Sexualität sowie über die Thematisierung und Anerkennung unterschiedlicher Lebensweisen eine Verschiebung vorherrschender Denk- und Handlungsrahmen angeregt werden kann. Welchen Herausforderungen gilt es bei normativitätskritischen Bildungsprozessen gestaltend zu begegnen?

Jutta Hartmann ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungstheorie und Didaktik, Gender und Queer Studies, Pädagogik vielfältiger Lebensweisen sowie Diskurstheorie und -analyse.


Weitere Termine:

Ramia Mazé, Fr, 4. November 2011, 17.Uhr
designaustria, im designforum / MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, Hof 7
1070 Wien

Danh Vo, Mi, 30. November 2011, 18 Uhr
Institut für das künstlerische Lehramt
Karl Schweighofergasse 3, 1070 Wien, 3. Stock, Raum 3.06

Bless, Mi, 14. Oktober 2011, 18 Uhr
designaustria, im designforum / MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, Hof 7,
1070 Wien  

Änderungen vorbehalten.
Weitere Informationen zu den jeweiligen Vorträgen unter www.akbild.ac.at

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(C) Miriam Kathrein

Das Unbehangen in Gestaltung: Jutta Hartmann

19. Oktober 2011, Institut für das künstlerische Lehramt
Karl Schweighofergasse 3, 1070 Wien,
3. Stock, Raum 3.06

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Weiterführende Informationen

www.akbild.ac.at