2 x 100 Beste Plakate im MAK

Mit der Ausstellung »2 x 100 Beste Plakate im MAK« präsentiert das Museum für Angewandte Kunst zwei unterschiedliche Positionen des internationalen Grafikdesigns.

Nach Vorarlberg nun auch in Wien: »100 Beste Plakate ‘10. Deutschland Österreich Schweiz« zeigt die Siegerprojekte des Wettbewerbs im MAK. Parallel dazu wirft die Ausstellung »100 Beste Plakate international aus der MAK-Sammlung« einen Blick auf die rund 110-jährige Geschichte der Plakatsammlung des Museums. Einige der ausgesuchten Exponate sind erstmals in Österreich in einer Ausstellung zu sehen.

Auch heuer überraschen die Ergebnisse des Wettbewerbs »100 Beste Plakate ‘10. Deutschland Österreich Schweiz« mit geistreichen, schrillen und witzigen illustrativen Beispielen. Ein beträchtlicher Anteil der prämierten Plakate basiert auf rein grafischen und typografischen Lösungen bei gleichzeitigem Rücklauf des Einsatzes von Fotografie. Auffällig ist auch eine technische Komponente: Knapp die Hälfte der Gewinnerplakate ist im aufwendigen Siebdruckverfahren gestaltet. Aus über 1.600 Exponaten von 500 Grafikern und Agenturen wählte eine internationale Jury hundert Preisträger-Plakate und Plakatserien aus: davon 53 aus Deutschland, 45 aus der Schweiz und zwei aus Österreich.

Parallel dazu bietet der historische Rückblick »100 Beste Plakate international aus der MAK-Sammlung« eine experimentelle Auseinandersetzung mit dem Thema. Mit über 15.000 nationalen und internationalen Beispielen besitzt das MAK eine bedeutende Plakatsammlung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Sinne einer Vorbildsammlung für Studenten und Kunstgewerbetreibende angelegt wurde und mit ihrer Internationalität einen umfassenden Überblick über das Genre gibt. Exponate von Jules Chéret, Henri Cassiers, Adolf Hohenstein, Alfons Maria Mucha oder Henri de Toulouse-Lautrec dokumentieren in der Ausstellung die Entwicklung vom Künstlerplakat der Belle Époque und des Art Déco über die innovativen Ideen der Gebrauchsgrafiker der 1920er bis 1930erJahre hin zum Berufsbild zeitgenössischer Grafikdesigner. Plakatbeispiele aus dem italienischen und deutschen Faschismus, Plakate französischer, Schweizer und amerikanischer Provenienz, stark von der Op-Art und Surrealismus beeinflusste polnische Plakate und schließlich bedeutende Künstlerplakate der 1970er und 1980er Jahre komplettieren die umfassende Präsentation.

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Willi Ruge (1892–1961): Film und Foto, 1929. Siebdruck und Offset, © MAK

2 x 100 Beste Plakate im MAK

29. November 2011, MAK-Ausstellungshalle
Stubenring 5, 1010 Wien

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Weiterführende Informationen

www.mak.at