Simon Hagleitner: Kreativität als Beruf

Wenn die Kür zur Pflicht und der Ausnahmezustand zur Regel wird. Kreative Berufe versprechen Freiheit, Vielseitigkeit und Raum zur Selbstverwirklichung. Das macht sie beliebt und attraktiv. Bei allen Entfaltungsmöglichkeiten, die sie bieten, wird jedoch eines gerne übersehen: Der Anspruch, stets punktgenau und pünktlich gute Ideen produzieren zu können, kann auch zur großen Belastung werden.

Momente der Euphorie und Zufriedenheit sind daher ebenso Bestandteil aller kreativen Prozesse wie Selbstzweifel und Frust. In »Kreativität als Beruf« durchleuchtet Simon Hagleitner den vagen Begriff »Kreativität« aus der Perspektive jener Menschen, die mit ihren Ideen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Dabei werden Frustmomente identifiziert, verbreitete Wertvorstellungen der Branche hinterfragt und mögliche Arbeitsweisen aufgezeigt. Schnelle Lösungen für erfolgreiche Kreativprozesse bietet das Buch keine, stattdessen wird die Funktionsweise von Kreativität grundlegend erörtert und den LeserInnen so das Rüstzeug gegeben, um bewusster in kreative Prozesse vordringen und sich reflexiv mit ihrem Schaffen auseinandersetzen zu können.

Simon Hagleitner, geb. 1985, ist in Wien aufgewachsen und ging nach Graz, um an der FH Joanneum Informationsdesign zu studieren. 2010 gestaltete er zusammen mit drei Mitstudierenden das Erscheinungsbild des Designmonat Graz. 2011 graduierte er mit ausgezeichnetem Erfolg als Bachelor of Arts und arbeitet seither in Wien als Grafikdesigner in der Werbebranche.

Kreativität als Beruf. Wenn die Kür zur Pflicht und der Ausnahmezustand zur Regel wird.
Herausgegeben vom Studiengang Informationsdesign, FH Joanneum Graz im Leykam-Verlag, 2. Auflage, Graz 2011.
ISBN 978-­3-7011-­7788-­2
12,90 Euro

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